Blacklight bietet nicht viele Gelegenheiten um neue Action-Wege zu erkunden

Blacklight bietet nicht viele Gelegenheiten um neue Action-Wege zu erkunden

Genre: Thriller / Action | Produktion: USA 2022 | Laufzeit: ca. 108 Minuten | Regie: Mark Williams (II)

Mit: Liam Neeson, Taylor John Smith, Aidan Quinn, Emmy Raver-Lampman, Claire van der Boom u.a

Erscheint: 9. September (Prime Video)


Inhalt: Travis Block ist ein Regierungsagent, der sich mit seiner düsteren Vergangenheit auseinandersetzen muss. Als er eine Verschwörung gegen US-Bürger aufdeckt, gerät Block ins Fadenkreuz des FBI-Direktors, den er einst beschützt hat.

Travis arbeitet fürs FBI. Dort ist er der Mann für verdeckte Ermittler die aufgeflogen oder in andere Schwierigkeiten geraten sind. Er rettet diese Ermittler aus brenzligen Situationen und dennoch weiß er, dass seine Arbeit nicht immer ehrlich ist und das auch an seinen Händen Blut klebt.

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Und dann soll er einen verdeckten Ermittler daran hindern zur Presse zu gehen. Dieser Ermittler behauptet, dass Travis` Vorgesetzter Zivilisten umbringen lässt, wenn es für ihn von Vorteil erscheint. Auch dieser Ermittler wurde auf jemanden angesetzt, hat dann aber realisiert, wofür er genutzt werden sollte.

Nun steht Travis zwischen den Stühlen, denn er hat eine Tochter und eine Enkelin, welche er auf keinen Fall in Gefahr bringen will. Aber dann wird der Ermittler vor seinen Augen erschossen und dieser hatte die Beweise für die Machenschaften von Travis Chef in der Jackentasche.

Travis am Telefon (Liam Neeson) lässt nicht locker, bis er die Wahrheit aufgedeckt hat.
© Wild Bunch Germany 2022 / Ben King

Solide Action mit Liam Neeson

Regisseur Mark Williams (II) und Liam Neeson sind ein eingespieltes Team. Zuletzt arbeiteten sie in „Honest Thief“ und „The Marksman“ zusammen. Dabei ähneln sich die Filme, in welchen Neeson auftritt, häufig. Mal ist Neeson der Gute mal der Böse und oft wendet sich das Blatt für ihn im Verlaufe der Handlung. Nicht so in „Blacklight“.

Mag der Film in vielen anderen Aspekten den üblichen Neeson Filmen ähneln, vor allem in der gradlinigen nicht wirklich überraschenden Handlung oder den abgedroschenen Actionszenen, ist zumindest die Figur des Travis etwas weniger einseitig. Man mag lange nicht ganz einordnen auf wessen Seite Neeson steht und wie seine eigenen Beweggründe sind.

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Dessen Tochter, hier gespielt von Claire Van Der Boom, welche, wie so oft in diesem Genre, eine einfache Figur darstellen soll, die in der Regel dazu dient, der Hauptfigur eine gewisse Schwäche zu verleihen, hat durchaus einen kurzen, aber starken Auftritt. Der ansonsten sehr einfache Charakter bietet hier eine prägnante realistische Darstellung.

Der Film mag in allen übrigen Punkten die kurzweilige Action Unterhaltung sein, die er ist, versucht aber seinen Figuren mehr Wandlungsspielraum zu geben und dem Zuschauer dadurch auch eine spannendere, facettenreichere Version eines x-beliebigen Neeson Films.

Der hitzköpfige FBI-Undercoveragent Dusty Crane (Taylor John Smith) muss vor sich selbst geschützt werden.
© Wild Bunch Germany 2022 / Ben King

Blacklight bietet wenig Spielraum um neue Action-Pfade zu beschreiten

Leider ist man es als Zuschauer auch langsam satt den immergleichen Gesichtsausdruck des alternden „96 Hours – Taken“ Darstellers zu sehen. Und es gab sicherlich schon stärkere Handlungen und spannendere Wendungen sowie mehr Filmgenuss bei Liam Neeson Filmen.

Wenn sich die neusten Filme zu sehr auf Neeson fixieren, dessen Grad an schauspielerischer Leistung gering ist, dann wird es schwierig den Zuschauer zu packen. Dazu sollte zumindest die Handlung deutlich mehr zu bieten haben als ein paar schnelle Verfolgungsjagden oder Schießereien. „Blacklight“ bietet gerade in diesen Aspekten nichts Neues und so bleibt dem Film nicht mehr viel Spielraum und Gelegenheiten neue Wege zu erkunden.

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Der Film gehört nicht zu den schwächeren Werken von Neeson, und es gab in letzter Zeit genug, die nicht wirklich erwähnenswert sind. Aber spätestens wenn Netflix mit neuen Filmen wie „I came by“ aufwartet, ist die Action hier schnell vergessen. Dazu müsste man Neeson neu erfinden oder ihn in einen Film packen, mit mehr Drive, wie es die Taken-Filme damals hatten.

Fazit: Solange Neeson aber dem immer selben Plot ausgesetzt ist, wird sich das Blatt weder für ihn noch für die Zuschauer seiner Filme wenden. Und wir werden eigentlich ein und denselben Film immer wieder schauen. Schade, denn auch was das Action Genre betrifft gab es durchaus schon fetzigere Ideen und Umsetzungen. Film Bewertung 5 / 10

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