"Copshop" ist ein effektiver Thriller im 70er-Jahre-Stil

"Copshop" ist ein effektiver Thriller im 70er-Jahre-Stil

Produktion: USA 2021 | Genre: Action / Thriller | Laufzeit: ca. 108 Minuten| Regie: Joe Carnahan

Mit: Alexis Louder, Frank Grillo, Gerard Butler, Toby Huss u.a.


Inhalt: Die unerfahrene Polizistin Valerie Young (Alexis Louder) wird von dem Gauner Teddy Murretto (Frank Grillo) ins Gesicht geschlagen, um in Polizeigewahrsam genommen zu werden, damit er sich vor dem skrupellosen Mörder Bob Viddick (Gerard Butler) in Sicherheit bringen kann. Der Plan geht jedoch schief, als Viddick es schafft, sich ebenfalls verhaften zu lassen.

© Netflix Films

Im Copshop erklingt der unwiderstehliche Wacca-Wacca-Soundtrack von Lalo Schifrins Magnum Force-Score und Curtis Mayfields „Freddie’s Dead“ aus Superfly. Man kann sich vorstellen, dass er bei einem Clint Eastwood, einem Steve McQueen oder einem Lee Marvin in einem 70er-Jahre-Thriller gut aufgehoben gewesen wäre. 

So ist Copshop, der kurz nach dem letzten Monat erschienenen Boss Level entstanden ist, ein typischer Carnahan-Film: stromlinienförmig, vor Testosteron strotzend, moralisch düster und, vor allem in der zweiten Hälfte, bis an die Zähne mit Waffen und Gewalt ausgestattet. Der Film ist bescheiden in seinen Ambitionen, aber er bietet Low-Fi-Vergnügen mit Luft nach oben.

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Die Handlung basiert auf einer raffinierten Prämisse. Um den Fängen des tödlichen Killers Bob Viddick (Gerard Butler) zu entkommen, schlägt der schleimige Betrüger Teddy Murretto (Frank Grillo) die junge Polizistin Valerie Young (Alexis Louder von Watchmen) nieder, mit dem Plan, sich in der örtlichen Polizeistation einsperren zu lassen, um sich vor Viddick in Sicherheit zu bringen.

Doch Viddick, ein Killer, der einst einem Opfer das Bein abschnitt und es damit zu Tode prügelte, lässt sich nicht aufhalten. Er gibt vor, unter Alkoholeinfluss zu stehen, und findet sich in einer Zelle gegenüber von Teddy wieder, wo er sich mit einer ausgeklügelten List befreien will – so weit, so einfach. 

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Aber Carnahan und sein Co-Drehbuchautor Kurt McLeod fügen immer neue Schichten von Täuschungsmanövern hinzu, an denen korrupte Polizisten, korrupte Bundesbeamte und ein toter Generalstaatsanwalt aus Nevada beteiligt sind. Es ist ein vertrautes Verwirrspiel mit doppeltem und dreifachem Boden und totgeglaubten Figuren, die wieder auftauchen. Aber es gibt auch einige witzige Dialoge („Was macht Sie so neugierig?“ „Neugier“; „Sie sehen aus wie Tom Cruise in diesem Samurai-Film, den niemand gesehen hat“) und effiziente Action. 

Dabei ist Carnahans Filmführung  sparsam, aber clever, wobei Kameramann Juan Miguel Azpiroz in einer einsamen Polizeistation verschiedene interessante Blickwinkel. Der Regisseur ist auch mit einer Besetzung gesegnet, die mit seinem filmischen Talent übereinstimmt. Grillo gibt ein schleimiges Wiesel ab, Butler ist in seiner Nebenrolle sehr bedrohlich und Toby Huss verleiht der zweiten Hälfte als Psychopath eine unheimliche Energie. 

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Doch das Zentrum des Films ist Alexis Louder als unerfahrene Polizistin, eine ruhige, einnehmende Figur in all dem Getümmel. Leider gerät sie ins Abseits, wenn der Film in den vollen Faustkampf- und Schusswaffenmodus übergeht, denn Carnahan liefert mit Copshop, trotz seines bescheidenen Budgets, einen anständig großen Knall ab. 

Fazit: Copshop ist ein einfacher, effektiver Thriller, der sich auf den 70er-Jahre-Stil beschränkt. Er bietet wenig Neues, hat aber genug Schwung und Elan, um das zu kompensieren. 

Film Bewertung 6.5 / 10

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