DC League of Super-Pets ist ein ein lahmer Beitrag, der seine Charaktere vergeudet

DC League of Super-Pets ist ein ein lahmer Beitrag, der seine Charaktere vergeudet

Genre: Abenteuer / Action | Produktion: USA 2022 | Laufzeit: ca. 105 Minuten | Regie: Jared Stern

Mit: Dwayne Johnson, Kevin Hart, Keanu Reeves, Kate McKinnon, Natasha Lyonne, Diego Luna u.a


Inhalt: Als die Justice League von den bösen Meerschweinchen Lulu (Kate McKinnon) und Lex Luthor (Maron) gefangen genommen wird, muss sich Supermans ebenso superheldenhafter Haushund Krypto (Dwayne Johnson) mit einem Team neuer, mit Superkräften ausgestatteter Waisentiere zusammentun, darunter Hündchen Ace (Kevin Hart) und eine superschnelle Schildkröte namens Merton McSnurtle (Lyonne).

© Warner Bros. Entertainment

Dies ist die logische Fortsetzung des Superhelden-Kino-Goldrausches: ein familienfreundlicher Kassenschlager. Die „League of Super-Pets“ war eines der weniger bekannten Teams der DC-Comics, zu denen seit 1962 so skurrile Figuren wie Beppo der Superaffe, Detective Chimp und die Bat-Cow gehörten.

Leider taucht keiner dieser Charaktere in dieser sehr lockeren Adaption auf, die eine ziemlich simple Comic-Ursprungsgeschichte mit einer ebenso simplen Kinder-CG-Animationsvorlage kombiniert, um einen Film zu gestalten, der anscheinend mehr von Marketing und Merch-Verkauf als von der Geschichte oder den Charakteren angetrieben wird. Auf dem Papier ist das eine lustige Idee – denn was wäre, wenn dein Hund ein Superheld wäre? – doch in der Umsetzung ist es sehr ermüdend.

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Wie bei dieser Art von Animationsfilmen üblich, leiht eine Schar namhafter Schauspieler (von denen viele bereits in Live-Action-Filmen mit Capes zu sehen waren) den menschlichen und pelzigen Darstellern ihre Stimmen.

Natürlich ist es die Besetzung der beiden Hauptrollen, die am meisten Aufmerksamkeit erregen soll: Dwayne Johnson und Kevin Hart, die Hauptdarsteller, deren bromantische Streiche vor und hinter den Kulissen längst berühmt sind – angefangen hinter den Kulissen von Jumanji bis hin zu Sticheleien auf Instagram.

(L-R) DIEGO LUNA als Chip, VANESSA BAYER als PB, DWAYNE JOHNSON als Krypto, KEVIN HART als Ace and NATASHA LYONNE als Merton
(L-R) DIEGO LUNA als Chip, VANESSA BAYER als PB, DWAYNE JOHNSON als Krypto, KEVIN HART als Ace and NATASHA LYONNE als Merton © 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.

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Allerdings fehlt hier weitgehend ihr gewohnter Standard an Sticheleien, der vielleicht durch separate Aufnahmesessions unterdrückt wurde und mit lahmen Witzen versehen ist, die selten ankommen. Witze über Iron Man und Thors Hammer sind ein sehr mühsames Augenzwinkern an das erwachsene Publikum. Johnson darf wenigstens die Augenbraue des Volkes in Hundegestalt darstellen. Aber das ist einfach nicht genug.

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Nur Kate McKinnon, die sich wie eine ihrer ausgefalleneren Saturday Night Live-Figuren aufspielt, kommt mit dem Drehbuch voran. Sie spielt Lulu, das haarlose Meerschweinchen der Verdammnis, mit einem sehr lustigen Akzent, der irgendwo zwischen einer gackernden wohlhabenden Witwe und Katharine Hepburn liegt. Die Rolle des Bösewichts ist herrlich übertrieben – eine seltene Ausnahmeerscheinung.

Ansonsten wirkt das Ganze ein wenig sinnlos. Der Animationsstil ist flach und uninspiriert, mit generischem Charakterdesign und plastisch-glatter Computeranimation – in scharfem Kontrast zu den jüngsten Innovationen von Studios wie Sony oder Pixar.

Hund Ace und Batman
© Warner Bros. Entertainment

Ein lahmer Beitrag, der seine Charaktere vergeudet

Und die Handlung, so wie sie ist, könnte selbst von den Jüngeren vorhersehbar sein: ein böser Plan, ein Team, das lernen muss, zusammenzuarbeiten, ein dritter Akt, der alles wieder ins Lot bringt. Jeder, der ein Plädoyer für Überdruss an Superhelden halten will, sollte dies als Beweismittel verwenden.

Was das Ganze fast schon schade macht, ist die Tatsache, dass das, worauf sie hier vage abzielen – eine kindische, bewusste Veralberung der berühmtesten Genre-Tropen – mit nur ein paar kleinen Änderungen machbar gewesen wäre.

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Der von Keanu Reeves gesprochene Batman wird zum Beispiel als opernhaft launischer Emo-Typ dargestellt, der sich „in den Schatten zurückzieht“ – was sofort an Lego Batman aus The Lego Batman Movie (der übrigens vom Co-Regisseur dieses Films mitgeschrieben wurde) oder an Spider-Man Noir aus Into The Spider-Verse erinnert. Zwei Filme, die so etwas viel besser hinbekommen haben.

Fazit: Trotz der lustigen Synchronsprecher ist dies ein lahmer Beitrag, der seine Charaktere vergeudet und wahrscheinlich jeden im Alter ab 10 Jahren langweilen wird. Böser Hund!

Film Bewertung 4 / 10

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