"Ein Junge Namens Weihnacht" ist eine Weihnachtsgeschichte, wie sie im Buche steht

"Ein Junge Namens Weihnacht" ist eine Weihnachtsgeschichte, wie sie im Buche steht

Genre: Fantasy / Kinderfilm | Regie: Gil Kenan | Mit: Maggie Smith, Henry Lawfull, Stephen Merchant, Michiel Huisman, Kristen Wiig, Sally Hawkins, Jim Broadbend, Toby Jones u.a. | Laufzeit: ca. 104 Minuten | FSK: ab 6 Jahren


Inhalt: Als sein Vater Joel (Michiel Huisman) bei einer Suche nach Elfhelm, einer legendären Stadt der Elfen, verschwindet, macht sich der Junge Nikolas (Henry Lawfull) mit Hilfe der Maus Miika (Stephen Merchant) und dem Rentier Blitzen auf die Suche nach ihm. Auf dieser Reise wird das Weihnachtsfest, wie wir es kennen, geboren.

Nach dem Bestseller von Matt Haig ist „Ein Junge namens Weihnacht“ eine Geschichte über den Weihnachtsmann, die so vollgepackt ist mit weihnachtlichen Symbolen und hoffnungsvollen Botschaften, dass die Werbung eines bekannten Limonadenherstellers geradezu wie ein Etikettenschwindel wirkt.

Aber glücklicherweise hat Regisseur Gil Kenan (Monster House, City of Ember, Co-Drehbuchautor von Ghostbusters: Legacy) ein Gespür für jugendgerechte Abenteuer, die sich sowohl handgemacht als auch temperamentvoll anfühlen, ohne zu dick aufzutragen. So etwas hat man schon eine Million Mal gesehen, aber das hier ist eine unterhaltsame Version davon.

Selbstverständlich beginnt der Film mit einem modernen Eröffnungsszenario. Drei Geschwister – sie haben gerade ihre Mutter verloren – befinden sich in der Obhut ihrer bissigen Tante Ruth (Maggie Smith), als ihr Vater (Joel Fry) an Heiligabend zur Arbeit gerufen wird.

Mit der lapidaren Ankündigung: „Das Universum besteht aus Geschichten, nicht aus Atomen“, beginnt Ruth eine Geschichte über einen kleinen Jungen, über den ebenfalls trauernden Nikolas (Henry Lawfull). Er lebt mit seinem Vater Joel (Michiel Huisman), einem Holzfäller, in einer abgelegenen Hütte in Finnland. Sein einziges Spielzeug ist eine Puppe, die aus einer Rübe geformt ist, welche ihm seine verstorbene Mutter hinterlassen hat-(nein, die wird Hasbro nicht verkaufen).

Bekannter Stoff – originell verpackt

Als der König (Jim Broadbent) einen Wettbewerb ausruft, um dem Land wieder Freude zu bringen, nimmt Joel an einer Mission teil, um eine sagenumwobene Stadt der Elfen zu finden. Doch als Joel sich auf den Weg macht, nimmt Nikolas die Verfolgung auf. dabei wird er von einem sturen Rentier, dem Nikolas den Namen Blitzen gibt, und der pfiffigen Maus Miika ( Stephen Merchant) begleitet.

Der Stoff ist bekannt: Eine böse Tante, gruselige Begegnungen mit Bären und Trollen, ein tyrannischer Despot, Flugeinlagen dürch die Lüfte und jede Menge Lektionen fürs Leben. Aber das Drehbuch von Kenan und Ol Parker ist warmherzig und charmant und wird von einer starken Besetzung getragen (neben den oben genannten sind auch Kristen Wiig, Sally Hawkins und Toby Jones dabei). Kenan führt mit Elan Regie, seine raffinierten animierten Szenenübergänge verbinden Tante Ruths Geschichten nahtlos mit den Abenteuern von Nikolas.

Die Dialoge sind gespickt mit inspirierenden Weisheiten („Um etwas zu sehen, muss man daran glauben“), aber die melancholischen Anklänge halten den Süßegrad auf dem Niveau eines Prä-Diabetikers. Das Ergebnis ist eine vorhersehbare, aber leicht zu genießende Weihnachtsgeschichte.

Fazit: „Ein Junge namens Weihnacht“ ist eine Weihnachtsgeschichte, wie sie im Buche steht, getragen von einer starken britischen Besetzung, zündenen und originellen Ideen der Filmemacher und einer Portion Herz am rechten Fleck.

Film Bewertung 6 / 10


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