Film Kritik: "Army Of Thieves" ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib

Film Kritik: "Army Of Thieves" ist ein unterhaltsamer Zeitvertreib

Regie: Matthias Schweighöfer | 2021 | Genre: Thriller/Abenteuer | Laufzeit: ca. 127 Minuten | Produzenten: Matthias Schweighöfer, Zack Snyder, Deborah Snyder, Dan Maag, Wesley Coller, Misha Bukowski | Auf Netflix verfügbar


Inhalt: Der schüchterne Bankangestellte Sebastian (Matthias Schweighöfer) ist fasziniert von Schlössern und Tresoren und wird von Gwendoline (Natalie Emmanuel) rekrutiert, um vier unüberwindbare Tresore bei einem Raub quer durch Europa zu knacken. Währenddessen bricht in Las Vegas eine Zombie-Epidemie aus.

© Netflix Films

Es ist sehr angenehm, einen Film zu sehen, in dem eine unterhaltsame Nebenfigur aus einem ordentlichen Film ein völlig neues Abenteuer in einem völlig anderen Genre erlebt.

Umso besser ist es, wenn das Ergebnis ein Film ist, der vielleicht mehr Vergnügen bereitet als sein Vorgänger, und der einer Rolle, die ursprünglich nicht viel Spielraum hatte, mehr Tiefe verleiht.

Ein paar Jahre zuvor wird Matthias Schweighöfer, der in Zach Snyders „Army Of The Dead“ den Tresorknacker Ludwig Dieter spielt, hier als Sebastian Schlencht-Wöhnert eingeführt, der als sanftmütiger Angestellter in einer kleinen deutschen Bankfiliale arbeitet.

Er postet nebenbei YouTube-Videos über Tresorknacken, die sich aber niemand anschaut. Eines Tages lädt ihn ein Zuschauer zu einer geheimnisvollen Veranstaltung in Berlin ein, bei der er gegen andere Tresorknacker antreten muss, um einige Herausforderungen zu meistern.

Mathias Schweighöfer auf d
© Netflix Films

Verwechslungen, Verfolgungsjagden und Versicherungen

Auf diese Weise kann Sebastian seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und wird von Nathalie Emmanuels Gwendoline rekrutiert, um vier fast schon mythische Tresore zu knacken, die ein Genie aus dem 19. Jahrhundert in einem irrwitzigen Auftrag quer durch Europa geschaffen hat.

Allerdings gibt es ein paar Probleme: Das Team von Gwendoline ist nicht besonders zuverlässig, insbesondere Brad Cage (Stuart Martin), eine Art bösartiger Hugh-Jackman-Doppelgänger mit einer Vorliebe für lächerliche Actionhelden-Namen. Auch Interpol ist bald hinter der Bande her, angeführt von Jonathan Cohens obsessivem Delacroix. Es kommt zu Verwechslungen, Verfolgungsjagden mit Autos und Motorrädern über gepflasterte Straßen und zu einem schweren Schlag gegen die Versicherungen der europäischen Schicki-Micki-Banken.

Manchmal verlässt sich der Film etwas zu sehr auf nette Kulissen und sichere CGi-Spielereien. Doch insgesamt ist es die geniale Unbekümmertheit von Schweighöfers Sebastian und sein wachsender Sinn für Verantwortung, die den Zuschauer beim Film halten.

Mathias Schweighöfer vor einem Tresor im Anzug
© Netflix Films

Er flirtet zaghaft mit Gwendolines Diebin, die das arme kleine reiche Mädchen spielt, um uns zwischen den Raubüberfällen bei Laune zu halten. Der Film bietet gerade genug Spannung, um die Story zu einem gewissen Abschluss zu bringen.

Es ist nicht besonders unwahrscheinlich, dass Sebastian überleben wird, jedoch stellt Schweighöfer das Schicksal der restlichen Crew zeitweise in Frage und verleiht dem Film Leben und Schwung, was im Vergleich zu den untoten Horden in „Army Of The Dead“ sehr gut funktioniert.

Fazit: „Army of Thieves“ ist ein unterhaltsamer, unbeschwerter Zeitvertreib, der sich eher auf sympathische Charaktere als auf CGi-Spektakel verlässt. Es ist ein Prequel, das davon profitiert, dass es nur lose mit dem zusammenhängt, was wir bereits gesehen haben. Film -Bewertung 6 / 10


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