Film Kritik: "The Outsiders"- 4k ist den Kinobesuch am 02. November wert

Film Kritik: "The Outsiders"- 4k ist den Kinobesuch am 02. November wert

Erscheinungsdatum: 2. November 2021 (Deutschland ) | Regie: Francis Ford Coppola | Musik: Carmine Coppola Drehbuch: Kathleen Rowell | Laufzeit: ca. 126 Minuten | Mit: Matt Dillon, Patrick Swayze, C. Thomas Howell, Emilio Estevez. Ralph Macchio, Leif Garret, Tom Cruise, Rob Lowe, Diane Lane uva.


Inhalt: Nach dem Tod seiner Eltern lebt Ponyboy Curtis (C. Thomas Howell) mit seinen älteren Brüdern Darry (Patrick Swayze) und Sodapop (Rob Lowe) in Tulsa, Oklahoma. Zusammen mit Johnny (Ralph Macchio), ‚Dally‘ (Matt Dillon), ‚Two-Bit‘ (Emilio Estevez) und Steve (Tom Cruise) gehören sie zu den ‚Greasers‘. Eine Bande, deren Todfeinde die ‚Socs‘ sind.

Francis Ford Coppola ist als einer der besten amerikanischen Regisseure seiner Generation bekannt, obwohl seine späteren Werke nicht alle ganz so gut gelungen sind.

Zusammen mit Steven Spielberg, Martin Scorsese, George Lucas und Brian De Palma war er Teil der „New Hollywood“-Bewegung der 1960er und 1970er Jahre. Seine bekanntesten Filme sind „Der Pate“ und „Apocalypse Now“. Im Jahr 1983 drehte er „The Outsiders“ mit jungen Schauspielern, die im Laufe der Zeit zu berühmten Schauspielern wurden. Der Film basiert auf dem 1967 erschienenen Roman von S.E. Hinton, die auch „Rumble Fish“ und „Tex“ (neben einigen anderen) verfasst hat.

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Coppola führte auch bei „Rumble Fish“ Regie, der ähnliche Themen behandelt, aber visuell weitaus unterhaltsamer ist. So oder so, „The Outsiders“ war zu seiner Zeit ein ziemlich guter Film. Ähnlich wie in „Denn sie wissen nicht, was sie tun..“ – werden hier die Ängste von Teenagern und die Probleme des Aufwachsens in Armut und Einsamkeit gezeigt.

Die Besetzung rechtfertigt den Kinobesuch, trotz Schwächen im zweiten Abschnitt

Als Johnny (Ralph Macchio) und Ponyboy Curtis (C. Thomas Howell), nach einem tragischen Ereignis fliehen müssen, versorgt der taffe Dallas (Matt Dillon) sie mit Bargeld und sagt ihnen, wie sie sich aus dem Staub machen können.

Und während sie sich in einer verlassenen Kirche verstecken, erhält das Leben dieser Kids eine Art von Mark Twain’scher Dramatik und Ergriffenheit, während sie die Tage damit verbringen, Robert Frost zu zitieren und ein altes Taschenbuch zu lesen: nämlich Margaret Mitchells „Vom Winde verweht“. Dort werden sie von der Presse als Helden gefeiert, weil sie einige Schulkinder gerettet haben, die sich in die Kirche verirrt hatten, welche daraufhin Feuer fing. Mit lebensgefährlichen Brandverletzungen landet Johnny im Krankenhaus: Das ist vielleicht die lyrische Gerechtigkeit, die seinen Mord an einem Soc zunichte macht.

Letztendlich gibt es in ihrer Welt wenig Erlösung, was durch den „Soc“ – Anführers Bob (Leif Garrett) zur Sprache gebracht wird, als er offenbart, dass es nach der großen, bevorstehenden Schlägerei keinen wirklichen Gewinner geben wird. „Die Dinge werden so sein, wie sie waren, und wir werden immer noch ‚Socs‘ sein und ihr werdet immer noch Greasers sein“. Das regt zum Nachdenken an und beweist, dass Erwachsenwerden nie einfach ist.

Blu ray Edition in 4k von The Outsiders
© Studiocanal

Der Ton macht zu viel Musik

Wie so viele andere 80er Jahre Werke, hat der Film trotz seiner Restaurierung erhebliche Mängel beim Ton. Es ist stellenweise sehr anstrengend, den Worten der Darsteller zu folgen, weil die Musik den Dialogen den Fokus entzieht und unnötig im Vordergrund steht.

Heutzutage werden die musikalischen Einlagen wesentlich dezenter abgemischt, und unterstützen die Szenerie mehr, als sie zu überlagern. Auch wenn der Film um ca. 22 Minuten und etliche Elvis Songs ergänzt wurde, macht es ihn nicht unbedingt besser. Aber es bleibt ein Film, der einen abholt, und es kann ein zusätzlicher Genuss sein, diese ganzen jungenhaften Gesichter zu sehen, die mittlerweile (bis auf den leider verstorbenen Patrick Swayze) ein gewisses Alter erreicht haben.

„The Outsiders“ ist eine bemerkenswerte Coming-of-Age-Geschichte, die mit einer talentierten Besetzung und wunderschöner Kameraarbeit von Stephen H. Burum – die in der restaurierten Fassung ihre volle Wirkung entfaltet – umgesetzt wurde.

Fazit: Man kann wohl mit gutem Gewissen behaupten, dass der Director’s Cut den Film insgesamt nicht verbessert, aber dennoch die Eckpunkte einer gekonnt inszenierten Geschichte erkennen lässt. In der zweiten Hälfte verliert der Film (ein wenig) an Fahrt, was vor allem an den Ergänzungen liegt. Aber für diejenigen, die „The Outsiders“ noch nicht gesehen haben: Ein Kinobesuch lohnt sich auf jeden Fall. Wertung: 7 / 10


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