Honest Thief | Film Kritik | 2021

Honest Thief | Film Kritik | 2021

Film: Honest Thief
Regie: Mark Williams
Ab 28. Januar 2021 digital
Länge:
98 min | FSK: 12


© Leonine Film Distribution

Story:

Als sich der berüchtigte Bankräuber Tom (Liam Neeson) Hals über Kopf in Annie (Kate Walsh) verliebt, möchte er seinen riskanten Job endgültig an den Nagel hängen. Er beschließt, sich dem FBI zu stellen, um für sich einen Deal zu verhandeln: er bietet die Rückgabe seiner neun Millionen Dollar Beute gegen eine saubere Weste und Straffreiheit an.

Beim FBI glaubt man nach Toms Kontaktaufnahme zunächst, dass man ihnen einen Streich spielen will.Als diese herausfinden, dass es sich bei dem Anrufer tatsächlich um den langjährig gesuchten Meisterdieb Tom handelt, können sie ihr Glück kaum fassen. Denn dessen Geld könnte ihre Eintrittskarte in ein besseres Leben sein. Ein Katz-und-Maus-Spiel um die Millionenbeute beginnt, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verschwimmen.


© Leonine Film Distribution


Film Kritik:

von Nicola Scholz

Tom Dolan hat über viele Jahre hinweg die Tresore von Banken geknackt und sie ausgeraubt. Dann lernt er Annie kennen, die gleichzeitig die Chefin einer Lagerhalle ist wo er sein Diebesgut versteckt hat. Doch er will nun endlich reinen Tisch machen, Annie zu liebe, da er ihre Beziehung nicht weiter unter einer Lüge führen möchte.

Deshalb stellt er sich per Telefonat beim FBI. Diese nehmen seinen Anruf zunächst als Scherz auf, immerhin gab es auch schon andere vor ihm die behauptet haben eben jener Dieb zu sein der diese Banken ausgeraubt hat. Tom besteht darauf das jemand zu ihm kommt und er beweisen kann, dass er die Banken tatsächlich ausgeraubt hat.

Zu ihm werden zwei jüngere FBI Agenten geschickt, welche sich aber beim Anblick des Geldes dieses heimlich unter den Nagel reißen wollen. Dabei haben sie nicht mit Tom gerechnet.


© Leonine Film Distribution

Ein Beginn, der Lust auf mehr macht

Dieser will unbedingt seine Vergangenheit ins rechte Licht rücken. Aber das scheint nun schwieriger als gedacht. Liam Neeson ist bekannt für seine Action Filme und da fällt „Honest Thief“ nicht aus der Reihe. Einfach gestrickt und einfach besetzt. Leider wirkt dieser, nach einem doch recht
ordentlich ausschauenden Vorspann und einem sehr gelungenen Score, sehr schnell sehr platt.

Während des Vorspanns werden kurze Einblicke in sein Leben als Die gezeigt und man bekommt direkt Lust auf mehr. Danach wird jedoch innerhalb von fünf Minuten die Kennenlern-Geschichte mit Annie erzählt. Und das auch noch in einer einzigen Szene. Dann springen wir in die Zukunft, ohne dass wir eine Glaubhafte Liebesgeschichte vor Augen
haben.

Selbst die Charaktere wirken recht einfach, dabei wurde einfach nur keine Zeit gelassen mehr über sie zu erfahren. Das versucht man später nachzuholen. Klischeebehaftet natürlich, damit wir den Grund von Tom erfahren wieso er zwar Geld gestohlen hat, es aber niemals ausgab.


© Leonine Film Distribution

Liam Neeson will keine Action Filme mehr machen. Das fängt hier schon an!

Die nicht vorhandene Liebesgeschichte soll nun unsere nicht greifbare
Hauptfigur dazu bringen sich dem FBI zu stellen, das Geld zurück geben zu wollen und im Anschluss ein ehrliches Leben zu führen. Das kommt leider sehr gezwungen beim Zuschauer an und glaubhafter ist hier nur der Hund des eines FBI Agenten, welcher scheinbar nicht mit der Wahl seines neuen Herrchens zufrieden ist.

Eigentlich wartet man nur darauf, dass der Film endlich mit einer Action Szene aufwartet und uns Verfolgungsjagten präsentiert. Bei dem langsam in die Jahre gekommenen Neeson wirkt auch das leider nicht mehr so smart wie eben noch vor ein paar Jahren. Wenn er aus einem Fenster von drei Metern Höhe fliegt und danach einfach wieder aufsteht, tut es eher weh beim Hingucken, als das man einen Actionhelden sieht.

Das er hier in die Jahre gekommen ist, hat auch der Regisseur bedacht, denn reichlich wenig Action Szenen mit Neeson selbst hat der Film auf Lager. Wir bekommen dafür mehr Verfolgungsjagten und Explosionen geliefert.


© Leonine Film Distribution

Der Film leidet unter seinen Trashigen Effekten

Letzteres wirkt wie von einem jungen Effekte Künstler, welcher primär auf YouTube unterwegs ist, zusammengebastelt. Es sieht erschreckender Weise tatsächlich so aus als seien wir in einem Trash Film gelandet, der kein Budget mehr für ordentliche Effekte hatte, geschweige denn für eine echte Explosion. Wenn aber nicht einmal die Action was zu bieten hat und auch die

Effekte billig wirken, was bleibt dann letzten Endes über. Leider nicht viel muss man sich da eingestehen. Schauspielerisch wird recht wenig geboten, was man sich im Vorfeld eigentlich denken kann, auch wenn Kate Walsh doch schon bessere Rollen verkörpert hat. Jai Courtney als Antagonist macht hier schon eine bessere Figur und der zwiegespaltene Anthony Ramos ist mit Abstand der Lichtblick dieses Filmes.


© Leonine Film Distribution

Fazit: Bis auf wenige spannende Szenen ist „Honest Thief“ leider eine lasche Nummer die schnell ihren Reiz verliert und bei dem man den Ausgang schon lange vor dem eigentlichen Ende voraussagen kann. Neeson als Bombenbauer hatte schon bessere Tage und bessere Filme.

Auch wenn er kein Charakterdarsteller ist, so waren zumindest viele andere Rollen von ihm spannender geschrieben und die Handlungen der Filme mit mehr Wendungen und einem spannenderen Höhepunkt versehen. Die explosive Handlung von „Honest Thief“ entpuppt sich also leider als Blindgänger.

Wertung: 4 / 10


Seht  HONEST THIEF ab dem 28. Januar 2021 als digitale Heimkino-Premiere!

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