"Marry Me - Verheiratet auf den ersten Blick" hat eine witzige Prämisse, ohne das Genre neu zu erfinden

"Marry Me - Verheiratet auf den ersten Blick" hat eine witzige Prämisse, ohne das Genre neu zu erfinden

Genre: Romantische Komödie | Produktion: USA 2021 | Laufzeit: ca. 112 Minuten | Regie: Kat Coiro

Mit: Jennifer Lopez, Maluma, Owen Wilson, Sarah Silverman, Chloe Coleman, John Bradley-West u.a


Inhalt: Pop-Ikone Kat Valdez (Jennifer Lopez) steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Freund Bastian (Maluma), als sie erfährt, dass er ihr untreu war. Aus Liebeskummer sucht sie sich einen beliebigen Mann, den Lehrer Charlie Gilbert (Owen Wilson), aus der Menge und heiratet ihn – um anschließend herauszufinden, ob sie zusammen sein wollen oder nicht.

© Universal Pictures

Der Hochzeitsplaner trifft auf den Hochzeits-Crasher. Es scheint, als wäre die große Studio-RomCom nie verschwunden. Es ist ein Film mit wenig Drama aber dafür mit vielen schönen Menschen, die auf elegante Weise spazieren gehen.

Er ist voll von eingängigen Songs, hat aber nur wenig Handlung. Das reicht manchmal schon aus – obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass die Geschichte durchaus noch intensiver sein könnte, als sie ist.

Film Kritik „The Power Of the Dog“

Popsängerin Kat (Jennifer Lopez) plant auf der Bühne eine große Hochzeit mit ihrem ebenso erfolgreichen Freund Bastian (Maluma). Leider wird er beim Fremdgehen erwischt, woraufhin sie in einem Moment des Wahnsinns einen Mann in der Menge entdeckt, der ein “ Marry me“-Schild hält, und dies auch tut.

Der Fan entpuppt sich als der liebenswürdige Lehrer Charlie (Owen Wilson), ein geschiedener Vater, der zwar ahnungslos, aber voller Sympathie für ihre Notlage ist.

Jennifer lopez im Brautkleid auf der Bühne in Marry Me
© Universal Pictures

Marry Me hat mehr zu Erzählen, als es der Look vermuten lässt

Doch Kat bittet Charlie, mehr Zeit mit ihr zu verbringen und den Anschein zu erwecken, sie würden ihre Beziehung wirklich aufbauen wollen. Selbstverständlich sprühen die Funken. Denn Kat ist witzig und reflektiert, während Charlie sie bewundert und so sympathisch ist, dass er fast unwiderstehlich ist. Den Rest kann man sich denken.

Film Kritik „West Side Story“

Manchmal sieht es so aus, als wolle Regisseurin Kat Coiro etwas Bissiges über Ruhm, Kommerz oder Einsamkeit sagen, aber die Botschaft kommt nie ganz an. Die ursprüngliche Comicvorlage (der Film basiert auf einer „Online-Grafik-Novelle“ von Bobby Crosby) wurde überarbeitet, um Lopez‘ eigene Geschichte und ihre öffentlichen Beziehungen besser widerzuspiegeln, was dem Film ein gewisses Maß an Wirkung verleiht.

Aber auch hier gibt es keine Nuancen in Bezug auf die Arbeit der Hauptfigur, nur Kapriolen mit knuffigen Kindern und die simple Gewissheit, dass hinter dem Look auch Substanz steckt.

Owen Wilson und Jennifer Lopez auf der Couch
© Universal Pictures

Warum nicht mit einer Hochzeit beginnen ?

Aber selbst mit diesem Kritikpunkt und einem schleppenden Tempo im dritten Akt ist der Film durchaus sympathisch. Die Bilder sind gut in Szene gesetzt, die Darsteller sind gut besetzt und der Film ist wie die meisten Hochglanz-Romanzen angenehm kurzweilig.

Film Kritik „King Richard“

Vor allem John Bradley als Kats engagierter Manager macht Spaß, und der ungewöhnliche Schauplatz des Finales ist ein cleveres Spiegelbild des Anfangs. Mit seinem eingängigen Soundtrack und den beiden charismatischen Hauptdarstellern kann man selbst in den schwächsten Momenten des Films einfach nur Charlies Beispiel folgen und J.Lo staunend zuschauen, während sie es krachen lässt.

Fazit: Warum sollte man eine Liebeskomödie mit einer großen Hochzeit beenden, wenn man stattdessen mit einer beginnen kann? Es ist eine witzige Prämisse, die hier ernsthaft behandelt wird, weche aber nie das höchste Niveau des Genres erreicht. Film Bewertung 6 / 10

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.