The Devils Light bietet nichts Neues um das Horrorgenre zu bereichern

The Devils Light bietet nichts Neues um das Horrorgenre zu bereichern

Genre: Horror | Produktion: USA 2021 | Laufzeit: ca. 93 Minuten | Regie: Daniel Stamm

Mit:  Jacqueline Byers, Virginia Madsen, Colin Salmon u.a


Inhalt: Schwester Ann (Jacqueline Byers) darf als erste Nonne Schülerin an der katholischen Exorzismus-Schule St. Michael’s in Boston werden, die sonst nur Priester in der Kunst des Exorzismus ausbildet. Aber Ann fühlt sich zur Teufelsaustreibung berufen, seit sie in ihrer Kindheit unter der Gewalt und Grausamkeit ihrer Mutter litt. Sie ist sicher, dass keine psychischen, sondern dämonischen Gründe der Auslöser dafür waren.

Als die zehnjährigen Natalie als Patientin ins St. Michael’s gebracht wird, um von einem inneren Dämon geheilt zu werden, verspürt Ann den unverständlichen Drang, das Mädchen besonders zu beschützen. Dies entpuppt sich als Anns schwierigste Prüfung, denn das Böse in der jungen Natalie scheint nicht nur auf die ganze Schule Einfluss zu nehmen – sondern auch für Anns eigene traumatisierenden Kindheitserfahrungen verantwortlich zu sein.

© 24 Bilder

Es ist fast 50 Jahre her, dass Der Exorzist auf das ahnungslose Publikum losgelassen wurde und den religiösen Horrorfilm in den Mainstream katapultierte.

In den Jahren seither haben alle Filme von Das Omen bis The Conjuring den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse als Kassenschlager genutzt, aber nichts kam auch nur annähernd an die anhaltende kulturelle Wirkung von William Friedkins Überraschungshit aus dem Jahr 1973 heran. 

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Ursprünglich sollte der Film Anfang 2021 in die Kinos kommen, bevor er ins Fegefeuer der Pandemie verbannt wurde. The Devil’s Light, der in einigen Ländern unter dem Titel Prey for the Devil veröffentlicht wird, ist der neueste Film in dieser endlosen Reihe von Akolythen und Götzendienern.

Der Film erzählt die Geschichte einer jungen amerikanischen Nonne, die von der katholischen Kirche ausgebildet wird, um deren erste weibliche Exorzistin zu werden. 

© 24 Bilder / Eurovideo

Diese potenziell faszinierende Prämisse geht jedoch schnell in einer langweiligen und müden Parade von Kruzifix-schwingenden Klischees unter. Als Kind wurde Ann von ihrer gewalttätigen und schließlich selbstmordgefährdeten Mutter körperlich und emotional misshandelt. Während bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert wurde, ist Ann davon überzeugt, dass ihre Mutter von etwas viel Dämonischerem besessen war. 

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Seit Jahrhunderten verteufelt die katholische Kirche psychische Probleme und unterwirft die Betroffenen im Namen einer höheren Macht obskuren und quälenden Misshandlungen. The Devil’s Light führt den Gedanken ein, dass Wissenschaft und Glaube einen kompatiblen Mittelweg finden könnten, nur um ihn gleich wieder zugunsten billiger Jump-Scares zu verwerfen.

Auch das Konzept einer Exorzisten-Akademie im Herzen Neu Englands bietet spannende erzählerische Möglichkeiten, aber Regisseur Daniel Stamm und seine drei Drehbuchautoren scheinen von jeglichen kreativen Impulsen befreit worden zu sein.

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The Devil’s Light scheint sich damit zu begnügen, eine Schar streng dreinblickender Priester um ein schreiendes Kind zu versammeln und sie 90 Minuten lang wilde Beschwörungsformeln ausstoßen zu lassen. Selbst bei den nachsichtigsten Horrorfans hat der Film nicht den Hauch einer Chance.

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Fazit: Der Film bietet nichts Neues um das Horrorgenre zu bereichern. Die Handlung ist zu sehr recycelt, die Stars scheinen sich nicht darum zu kümmern, und die Horror-Elemente sind, abgesehen von ein paar coolen praktischen Tricks hier und da, nicht wirklich gruselig.

Film Bewertung 4 / 10

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