"Minions: Auf der Suche nach dem Mini - Boss" bietet gelbe Ausgelassenheit und ansteckende Begeisterung

"Minions: Auf der Suche nach dem Mini - Boss" bietet gelbe Ausgelassenheit und ansteckende Begeisterung

Genre: Animation / Abenteuer / Komödie | Produktion: USA 2021 | Laufzeit: ca. 89 Minuten | Regie: Kyle Balda, Brad Ableson, Jonathan Del Val | Mit: Steve Carell, Alan Arkin, Tarajia P. Hansen, Jean-Claude van Damme, Dolph Lundgren, Danny Trejo, Lucy Lawless, Michelle Yeoh u.a


Inhalt: Der junge Gru (Steve Carell) will ein Superschurke werden und hat keine Lust darauf zu warten, bis er erwachsen ist. Nach einem erfolglosen Versuch, seinem Lieblings-Superschurkenteam, den Fiesen 6, beizutreten, beschließt Gru, ihnen zu zeigen, wie böse er sein kann, und bringt sich, seine Minions und die ganze Welt in Gefahr.

© Universal Pictures Germany

Nachdem wir nun fünf Ausgaben des Gruniversums gesehen haben, das wir nur entschuldigend „The Cinematic Gruniverse“ nennen können, hat sich für alle Filme, in denen Gru bzw. die Minions eine Rolle spielen, eine einfache Formel etabliert.

Ein mächtiges Dingsbums wird gestohlen. Mindestens ein Minion oder ein Kind wird verschwinden. Es wird mehrere Montagen geben. Am Ende wird es einen Kampf mit etwas sehr Großem geben. Die Minions werden aus Versehen den Tag retten.

Diese vorhersehbare Formel ist natürlich schlecht, wenn man darauf hofft, dass einer dieser Filme etwas Unerwartetes bietet, aber erwartet man bei den Minions wirklich etwas Neues? Diese einfache Rezeptur hat immer wieder zu einem zuverlässigen, anspruchslosen Kinospaß geführt. Und so ist es auch diesmal.

Es ist ein „Ich – Einfach Unverbesserlich“-Prequel

Gru und die Minions in Mini Boss
©Universal Pictures Germany

Dies als zweiten Minions-Film zu bezeichnen, ist etwas irreführend und liegt vermutlich daran, dass die kleinen gelben Verrückten inzwischen einen höheren Bekanntheitsgrad haben als der Film Ich – Einfach Unverbesserlich.

Es ist ein „Ich – Einfach Unverbesserlich“-Prequel, in dessen Mittelpunkt Gru steht und in dem die Minions überdurchschnittlich häufig vorkommen. Im San Francisco des Jahres 1976 ist Gru (Steve Carell) ein unbeholfener, freundloser Teenager, der davon träumt, ein Superschurke zu werden.

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Er bewirbt sich für das weltweit führende Superschurkenteam, die so genannten Fiesen 6, die von Belle Bottom (Taraji P. Henson) angeführt werden, wird jedoch bei seinem Bewerbungsgespräch gedemütigt. Um seine Helden zu zeigen, was sie sich entgehen lassen, klaut Gru den geheimnisvollen Zodiac-Stein, die wertvollste Beute der sechs Schurken.

Gru und die Minions in Minions Auf der Suche nach dem Mini-Boss
© Universal Pictures Germany

Strukturell überladen und prächtig animiert

Nun sind er und seine treuen Schergen auf der Flucht vor den gefährlichsten Leuten der Welt und suchen die Hilfe von jemandem, der einen persönlichen Konflikt mit den Fiesen 6 hat: ihrem verratenen ehemaligen Anführer, Wild Knuckles (Alan Arkin).

Strukturell ist der Film etwas überladen und teilt seine Charaktere so auf, dass Gru und Knuckles sich anfreunden, drei Minions aus fadenscheinigen Gründen bei einer Akupunkturmeisterin (Michelle Yeoh) Kung-Fu lernen, ein anderer Minion auf Schatzsuche quer durchs Land fährt und die Fiesen 6 ihren Racheplan schmieden.

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Glücklicherweise ist jede Nebenhandlung so simpel, dass sie sich nie unübersichtlich ineinander verzettelt. Alle Handlungsstränge laufen schließlich in einem finalen Akt zusammen, der kaum Erklärungen enthält und wenig Sinn ergibt, dafür aber prächtig animiert ist und nicht an Spektakel geizt.

Die fiesen sechs in Minions: Auf der Suche nach dem Mini-Boss
© Universal Pictures Germany

Alberne Witze bieten großartigen Spaß

Auch wenn die Handlung noch nie zu den besonderen Stärken dieser Filme gehörte, so sind sie doch immer besonders gut im Umgang mit albernen, beiläufigen Witzen gewesen.

Hier gibt es einige großartige Gags, nicht zuletzt in den Namen der Mitglieder der Fiesen 6: ein böser Wikinger ist als Svengeance (Dolph Lundgren) bekannt; Nonnenchuck (Lucy Lawless) ist eine seltsame Nonne, die ihr Kruzifix in Waffen zerlegt- und Jean-Claude Van Damme spricht einen Bösewicht mit Hummergliedmaßen namens Jean Clawed.

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Kyle Balda, Regisseur des ersten Minions-Films und von Ich, einfach unverbesserlich 3, hat viel Spaß mit dem 1970er-Jahre-Setting des Films, angefangen bei hochgesteckten Frisuren über einen Disco-Soundtrack bis hin zu üblen Unterschlüpfen und Fahrzeugen in Roger-Moores Bond-Ästhetik.

Das ist einfach nur ein unkomplizierter Spaß. Wer die Vorgängerfilme nicht mochte, wird wahrscheinlich nicht begeistert sein und wer die bisherigen Filme genossen hat, wird genau das bekommen, was er erwartet.

Fazit: Genau wie die Minions ist auch dieser Teil kaum von den anderen zu unterscheiden, aber man lässt sich leicht von seiner verrückten Ausgelassenheit und Begeisterung anstecken.

Film Bewertung: 7 / 10

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